DrayTek vs. FritzBox 7170

Alles rund um die Hardware des DrayTek Vigor 2500 und des DrayTek Vigor 2500We.

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DrayTek vs. FritzBox 7170

Beitragvon pansen34 » Mo 20.02.2006 - 04:47

Hallo Forengemeinde...
Google und die Suchfunktion haben mich bislang nicht ans Ziel gebracht.
Ich habe einen Draytek 2500we mit dem ich sehr zufrieden bin. Nun habe ich ich auch eine FritzBox7170. Die Funktion und die Performance sind super.
Ich habe aber festgestellt das der Box doch noch einiges fehlt um dem Draytek das Wasser zu reichen. Ich suche eine Möglichkeit die Stärken beider Geräte zu nutzen. Auf das Traffic-Shaping und VoIP der FB möchte ich nicht verzichten. Aber auch nicht auf den URL-Filter und Firewall-Funktionen des Draytek.Wir haben noch andere Rechner und die drauchen die Kindersicherung.Da ist der Url-Filter doch sehr einfach zu bedienen.Die FB hat sowas leider nicht.Am liebsten wäre mir folgende Lösung:
Die FB ist das DSL Modem mit VoIP und der Draytek die Firewall mit URL-Filter. Wie kann man das realisieren. Ich bin zwar kein kompletter N00b in Sachen Netzwerk, aber da übersteigt es meine Fähigkeiten :roll: .
Danke für eure Hilfe im voraus.

Gruß Pansen
Ich bezweifel nicht das Sie glauben was Sie meinen.
pansen34
Grünschnabel
 
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Re: DrayTek vs. FritzBox 7170

Beitragvon frank_m » Mo 20.02.2006 - 11:07

Hallo,

pansen34 hat geschrieben:Die FB ist das DSL Modem mit VoIP und der Draytek die Firewall mit URL-Filter. Wie kann man das realisieren.

Leider gar nicht. Da der Vigor 2500 als WAN port nur ein DSL Modem hat, kann man ihn nicht hinter einem anderen Router betreiben. Da würde er nur noch als WLAN AP und Switch fungieren, und die schönen Features (URL Filter, VPN) gibt es nicht mehr.

Aber anders herum wird ein Schuh draus: Die Box hinter dem Vigor. Die Fritzboxen kann man hinter einem Router betreiben (Internet über LAN A bzw. LAN 1). Die Fritzbox kann weiterhin als Router fungieren und damit kann man Traffic Shaping nutzen. Der Vigor ist ebenfalls Router und bietet damit URL Filter und VPN.
Vorgehensweise:

Der Vigor arbeitet als DSL Router, hängt also direkt am Splitter und hat die Internetzugangsdaten. Als einziger Client hängt die Box an ihm, mit Internetzugang über LAN 1, aber trotzdem im Routerbetrieb. Die Box bekommt am WAN Port am besten eine feste IP aus dem lokalen Netz des Vigors. Außerdem muss man Portweiterleitungen (Open Ports im Vigor) einrichten zur Box, z.B. für VoIP. Auch offene Ports für z.B. eDonkey/VNC/Onlinespiele oder andere PC Programme, die man auf den PCs nutzen will, müssen im Vigor mit Ziel FritzBox weitergeleitet werden.

Alle weiteren PCs/d-Boxen/Spielekonsolen hängen hinter der Box, mit Adressen aus dem lokalen Netz der Box, welches anders sein muss als das lokale Netz des Vigors. Verteilung fest oder per DHCP, ist egal. Die Ports für VoIP terminieren an der Box, evtl. weitere Ports für eDonkey/VNC/FTP Server usw. werden auch in der Box freigegeben mit dem jeweiligen PC als Ziel, auf dem diese Tools laufen.

Wichtig ist, dass Clients nur hinter der Box hängen, wenn sie direkt am Vigor hängen, können sie das Traffic Shaping der Box stören.

Weitere Informationen: Hier oder Hier.

Zusäzliches Schmankerl: Ports, die man nur in der Box freigibt lassen sich anschließend nur nutzen, wenn man einen VPN Zugang zum Vigor aufgebaut hat. Beispiel: Ich betreibe einen Linux Rechner hinter meiner Box mit SSH und Telnet Zugang. Der SSH Zugang soll direkt vom Internet erreichbar sein, Telnet nur über VPN. Deshalb ist SSH im Vigor UND in der Box freigegeben, Telnet nur in der Box. Da kommt man erst dran, wenn man von außen eine VPN Verbindung zum Vigor hat.

Nicht verschwiegen werden soll folgendes: Das ganze ist eine Doppel-NAT Konfiguration, also einigermaßen komplex und nicht ganz trivial einzurichten. Aber man wird belohnt mit einer sehr flexibeln Konfiguration, mit der man VPN etc. des Vigors, Traffic Shaping der Box und inetressante Kombinationen aus Portfreigaben für Internet/VPN einrichten kann. Ich betreibe das ganze seit ca. Oktober 2005 mit einem Vigor 2500We und einer Fritzbox 7050 vollkommen problemlos. Aber es hat einige Stunden gedauert, bis alles lief, wie es sollte.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon matthiasg » Di 21.02.2006 - 08:18

Kann der Vigor 2500 neuerdings QoS?
Sonst funktioniert das Traffic-Shaping eben gerade nicht, wenn die FBF hinter dem Vigor angeschlossen ist.
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Beitragvon frank_m » Di 21.02.2006 - 09:00

Hallo,

matthiasg hat geschrieben:Sonst funktioniert das Traffic-Shaping eben gerade nicht, wenn die FBF hinter dem Vigor angeschlossen ist.


deshalb muss die Box ja der einzige Client am Vigor sein: Dann geht es schon.
Wenn natürlich weitere Clients direkt am Vigor hängen, würfeln der Vigor die Pakete wieder durcheinander, und man kann sich den Aufwand sparen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon mark_vi » Mi 08.03.2006 - 13:51

Hallo frank_m,

benutzt du auch vioip mit deiner konfiguration?
ich habe das gleiche problem wie pansen34

das was du schreibst klingt sehr interressant, nur geht das meiner meinung nach nicht mit der fb7170, die hat andere anschlüsse. dsl und isdn sind in einem gesplitteten kabel zusammengefasst. d.h nur eine buchse mit speziellem kabel. die 7050 hat das noch getrennt.

mfg

mark
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Beitragvon frank_m » Mi 08.03.2006 - 16:17

Hallo,

das gesplittete Kabel ist weniger das Problem, sie wird eh über einen LAN Port an einen Router angeschlossen, nicht mehr über ihren DSL-Anschluss. Vielmehr hat die 7170 intern nur noch ein Ethernetdevice (4 Anschlüsse über Switch), nicht mehr zwei, wie noch ihre Vorgänger (7050, 5050). Das ist das Problem.

Dennoch kann man die 7170 hinter einem Router betreiben, wenn es auch noch nicht offiziell von AVM freigegeben ist. Siehe diesen Beitrag.

Ja: Ich benutzte VoIP in der Konfiguration Fritz hinter Vigor. Das geht auch völlig problemlos, solange man sich an die Beschreibung von zwei Threads weiter oben hält. Sobald man davon abweicht (Fritz nicht mehr NAT-Router, PCs nicht hinter Fritz sondern am Vigor) wird man schnell den Spaß an VoIP verlieren (miese Sprachqualität).

Mittlerweile habe ich den Vigor nicht mehr in Betrieb, da ich die VPN Funktionalität über einen SSH Server in meiner d-Box ersetzt habe, die eh die ganze Zeit an ist. Deshalb hängt die Fritz jetzt direkt am Netz als Router und DSL Modem und ich spare den Energieverbrauch des Vigors.

Viele Grüße

Frank
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