Unterschied zwischen Vigor2000 und Vigor 2200(x)? - Der genaue Unterschied ...

Alles rund um die Hardware des DrayTek Vigor 2000 und seinem Nachfolger dem Vigor 2000plus.

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Beitragvon Dirty_Harry » Di 05.11.2002 - 14:21

Hi
Gibt es bis auf die unterschiedliche Ausstattung an Lanports (10 oder 100Mbits, Switch/Hub...) weitere gravierende Unterschiede?? Möchte den Router vorerst nur für ISDN benutzen.
Weitere PCs könnte ich per Switch anschliessen, deswegen ist der Vigor 2200X, beziehungsweise weitere Ports am Router nicht unbedingt notwendig.
Ist es problematisch, dass es firmware für den 2000 nur bis v1.08d gibt für den 2200(x) aber bis 2.2 (stichwort: ICQ-support???? und Weiterleiten von Portbereichen)
Danke John
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Beitragvon Cardan » Di 05.11.2002 - 20:28

Also der 2000er hat natürlich keinen richtigen 10MBit-Uplink-Port, ansonsten geh doch mal auf die 2-com-Seite und lies Dir die Vergleichstabellen durch.
Firmwareseitig gibt es ofizielle releases tatsächlich nur bis 1.08, aber betamäßig eben doch auch 2.xer Versionen. ICQ und AIM gingen schon mit der 1.08er perfekt, auch Portmapping jeglicher Art, sogar DynDNS. Aber wie ich noch den 2000er hatte, gingen voice und video sowie filetransfer im Windows Messi nur mit ner 2.xer Beta, die mir Sam Hu schickte.

CU
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Beitragvon deMattin » Di 05.11.2002 - 22:23

Hallo John,
der gravierendste Unterschied zwischen den Routern ist, dass der 2200 zwei getrennte Netzwerkinterfaces hat für LAN und WAN (DSL). Beim 2000 hängt alles direkt an einem Interface.
Das hat z.B. zur Folge, dass beim 2000er ein lokaler PPPoE-Client, der auf einem Rechner installiert ist, sich in's Internet einwählen kann, da jeder Rechner direkt über den eingebauten HUB mit dem DSL-Modem verbunden ist!
Das kann man einerseits als nützlich empfinden, birgt aber natürlich eventuell Sicherheitsrisiken, da der Router (mit der Firewall und NAT) eben nicht komplett und vollständig zwischen LAN und WAN steht.
Bei ISDN ist dies unkritisch, da es für ISDN bei beiden Routern getrennte Interfaces gibt und hier der Router somit immer vollständig zwischen WAN und LAN steht. Man ist so bei ISDN auch z.B. vor jeglischer Art von Dialern geschützt, solange man nicht den Virtual-TA-Client installiert, der ja eine CAPI zur Verfügung stellt.

Die Firmare für den 2000er ist zwar im Vergleich zum 2200er fast antik, aber sie läuft sehr sauber und die meisten Änderungen beim 2200er betreffen VPN. Dennoch wird der 2200er offensichtlich seitens Draytek von der Firmwareseite her besser gepflegt.
Mit den Chat-Funktionen hast du auch bei dem 2000er keine Probleme - sobald es aber um Filetransfer, Voice o.ä. über Messenger geht, wirst du wahrscheinlich mit dem 2200er besser bedient sein (s. Firmwareunterstützung seitens Draytek). Solche Sonderfunktionen erfordern meist eine "Spezialbehandlung" (spezieller Code) durch den Router und sind häufig nicht durch einfache Portweiterleitung zu realisieren. Deswegen laufen solche Sachen auch teilweise auf vielen Routern (auch und gerade teueren) nicht.

Wenn du spezielle Anwendungen (Funktionen) auf jeden Fall laufen haben willst, dann solltest du diese vielleicht mal zusammenstellen. Da kann man dann vielleicht mehr sagen.

Solche Funktionen wie VPN kannst du natürlich auch auf dem 2000er vergessen (gibt's für den nicht), weil der Prozessor des Routers dafür zu schwach ist.

Wenn für dich also klar ist, dass du über kurz oder lang auf dsl umsteigst, würde ich auf jeden Fall zu einem 2200(X) raten.
Wenn du die Switch nicht brauchst, dann würde es auch der billigere 2200 tun. Der ist identisch zum 2200X aber eben ohne die Switch.
Ausserdem hat die 2200er-Serie zumindest in Deutschland die grössere Usergemeinde (mein Eindruck). Bei Problemen kann dir also zu dem Router am wahrscheinlichsten jemand weiterhelfen.

Den 2000er kann man guten Gewissens eigentlich nur noch für reines ISDN empfehlen. Wobei der relativ alte Firmwarestand eigentlich kein Problem ist (ausserdem gibt's ja die inoffizielle 2.x Firmware für den Router ;))

Gruss,
Martin
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Beitragvon Dirty_Harry » Di 05.11.2002 - 23:06

Hi,
danke für die zügigen und ausführlichen Antworten.

Zu den speziellen Anwendungen:
Mir gehts da hauptsächlich um Spiele (CS,OFP) und Kommunikationssoftware (Battlecom, Gamevoice, Icq möglichst mit Filetransfer); das Meiste davon müsste ja eigentlich durch Portweiterleitung realisierbar sein.Dyndns wär auch net schlecht, evtl. noch nen temporärer FTPserver(bei dem könnte ich dann aber alle Ports leiterleiten, ist ja nur zeitweise, d.h. falls es so geht :p)

VPN ist doch die Kopplung von 2 LANs über eine Isdn-Leitung oder ähnlichem?, von daher ist das für mich unnötig.

Achja nochmal was ein bisschen "Off-topic", ich habe gehört die Telekom soll irgendwann flächendeckendes DSL mit begrenzter Bandbreite anbieten (MiniDSL o.ä.). Was ist davon zuhalten,kommt das wirklich wenn ja, wann in etwa???

Danke nochmal,
John
Dirty_Harry
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