Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

VoIP mit DrayTek Routern und dem DrayTek Softphone. SIP (Session Initiation Protocol), CODEC, RTP, SRTP und DTMF, ...

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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon nobody » Do 09.06.2016 - 16:59

RTP hat doch erstmal mit SIP nichts zu tun. Im übrigen ist ja die Situation beide Partner eines VoIP Telefonats hinter NAT eher unwahrscheinlich solange man nicht direkt miteinander ohne einen VoIP Registratr miteinander telefoniert.
Deswegen habe ich bei der 3CX telefonnalage die Ports 9000-9500 für rtp per nat geöffnet/auf de Tel.Anlage weitergeleitet, sodass ein direkter anruf aus dem Internet möglich wäre, wenn der Anrufer hinter NAT ist, oder auch ein Client sich bei der Tel.Anlage anmelden kann.

Ich bin mir im übrigen auch nicht sicher, wer den größeren schwarzen Peter rein technisch hat, Die telekom hat aber bei mir ganz persönlich mangels Support und Unverstand 100% der Schuld. Denn nicht nur funktinoiert es nicht standardgemäß (wenn es bei anderen tatsächlich nur zufällig funktioniert aber 100% zuverlässig macht das den Bug der telekom nicht weg), sondern die Telekom weigert sich bei der Fehlersuche zu helfen.

Was man im übrigen auch nicht weiss, ob der Draytek Router nur SIP paklete >1620 Bytes ablehnt oder jedes udp paket.
Die 1620 bytes, die habe ich etwas anders erwähnt, bzw. sind anders erwähnt:
in der FW. 1.0.7 ist bei den Releasenotes festgehallten, dass eine Acceleration die defragementierung von UDP Paketen die bis zu 1620 bytes gross sind impletemtiert wurde. Das könnte auch bedeuten dass es sonst trotzdem geht. Vermutlich aber nicht, denn tatsächlich erreichen mich ja anrufe der partner die mich sonst nicht erreichen können, wenn die Rufnummernunterdrückung eingeschaltet ist. Somit können es nicht wirklich viele bytes sein, die fehlen.

Ich habe mal mit dem SIP alg ein und alternativ ausgeschaltet geprüft. Macht, was das Telekom-Problem angeht keinen unterschied.
Aber ich habr mir auch den Sourcecode es 2960 runtergeladen. Vielleicht werde ich da ja schlauer.
Lauf twcom ist die Fa. Draytek über den Fehler informiert, aber, eine rückmeldung gibt es nicht.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon broeselmeier » Do 09.06.2016 - 23:03

nobody hat geschrieben:RTP hat doch erstmal mit SIP nichts zu tun. Im übrigen ist ja die Situation beide Partner eines VoIP Telefonats hinter NAT eher unwahrscheinlich solange man nicht direkt miteinander ohne einen VoIP Registratr miteinander telefoniert.
Deswegen habe ich bei der 3CX telefonnalage die Ports 9000-9500 für rtp per nat geöffnet/auf de Tel.Anlage weitergeleitet, sodass ein direkter anruf aus dem Internet möglich wäre, wenn der Anrufer hinter NAT ist, oder auch ein Client sich bei der Tel.Anlage anmelden kann.


RTP habe ich erwähnt, weil u.a. Probleme bei der Etablierung der RTP-Verbindungen der Anlass sind, warum SBC eingesetzt werden, die ich bei DUS.net vermute. Und ob SIP-Clients hinter NAT-Routern sitzen hat doch nichts damit zu tun ob sie SIP direkt miteinander oder über Proxy machen, sondern damit, wie die Leute ihre Netze konfiguriert haben. Bei der Kundschaft von DUS.net kommt es mit Sicherheit sehr viel häufiger vor, dass sich Kunden anrufen wollen, bei denen ein NAT-Router zwischen Internet und SIP-Client ist. Mit den manuell eingerichteten Forwardings für die von den jeweiligen SIP-Clients bevorzugten RTP-Ports wird es noch viel trauriger aussehen als mit Forwardings für tcp und 5060, so dass die Provider sich etwas einfallen lassen mussten, wie sie die RTP-Verbindungen auch ohne Forwardings hinbekommen.

nobody hat geschrieben:Was man im übrigen auch nicht weiss, ob der Draytek Router nur SIP paklete >1620 Bytes ablehnt oder jedes udp paket.
Die 1620 bytes, die habe ich etwas anders erwähnt, bzw. sind anders erwähnt:
in der FW. 1.0.7 ist bei den Releasenotes festgehallten, dass eine Acceleration die defragementierung von UDP Paketen die bis zu 1620 bytes gross sind impletemtiert wurde. Das könnte auch bedeuten dass es sonst trotzdem geht. Vermutlich aber nicht, denn tatsächlich erreichen mich ja anrufe der partner die mich sonst nicht erreichen können, wenn die Rufnummernunterdrückung eingeschaltet ist. Somit können es nicht wirklich viele bytes sein, die fehlen.


Es sieht sehr danach aus, dass die Draytek-Router IP-Pakete, die Fragmente von UDP-Datagrammen sind, aus Prinzip verwerfen.
In deinem Fall bestand das UDP-Datagramm aus genau 2 IP-Paketen. Hätte der Router auch nur versucht, festzustellen, ob sie zusammengehören, hätte er bereits an den Header-Daten gesehen, dass sie zum selben Datagramm gehören und das Datagramm mit den beiden Paketen vollständig ist. 1628 Byte maximale Datagrammgröße ergeben für einen Ethernetrouter so gar keinen Sinn.
Das Zwischenspeichern von IP-Paketen und auf eine unbekannte Anzahl weiterer IP-Pakete zu warten, um entscheiden zu können, ob sich daraus ein zusammengehörendes UDP-Datagramm ergibt, stellt einige Anforderungen an einen Router.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass man versucht hat, mit wenig Aufwand an Rechenleistung und erforderlichem Speicherplatz möglichst viel Schutz vor allerlei Angriffen zu implementieren. So lange man das auch abschaltbar macht, wenn es zu Problemen kommt, wäre das auch ok.

Ich schätze mal, dass die Analyse-Chancen eines SIP-Providers relativ schlecht sind, wenn der Kundenrouter SIP-Messages stillschweigend verwirft.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon nobody » Fr 10.06.2016 - 07:50

die telekom haette es aber wissen koennen. Dass gesendete Pakete ohne Anwort bleiben ist (vermutlich) fuer den Provider leicht zu erkennen.

Stattdessen wurde mir ein Techniker geschickt, das Routing ueberprueft, usw. usw.

Das ist das eigentliche Problem mit der Telekom.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon broeselmeier » Fr 10.06.2016 - 10:21

"Die Telekom" kann man wohl nicht über einen Kamm scheren. Beim anderen Draytek-user, der sich hier mit diesem Problem gemeldet hat, scheint die Telekom an den Punkt gekommen zu sein, dass die Invite-Message rausgeht, der Draytek Router aber nicht antwortet. Je nachdem wie die Telekom das intern handhabt, würde ich davon ausgehen, dass es jetzt einen Eintrag in der Knowledge-Base der Telekom zu diesem Problem gibt.

Machen wir uns nichts vor. Die Telekom zieht mit der Außerbetriebnahme der ATM-Infrastruktur eine aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbare Einsparmaßnahme durch und möchte diese Einsparung maximieren, indem sie nach Umstellung ihrer internen Netze auf IP dem Kunden möglichst keinen POTS oder ISDN Anschluss mehr schaltet. Soweit Informationen über die von der Telekom verbauten MSAN verfügbar sind, können diese POTS und ISDN bereitstellen. VDSL ist Annex B, so dass auf dem Kupferkabel die Koexistenz von POTS/ISDN und Internet ebenfalls gegeben ist. Bei Kunden, die nur einen analogen Telefonanschluss haben, wird m.W. auch davon Gebrauch gemacht. D.h. die haben wieder ganz normal analoges Telefonsignal mit Spannungsversorgung auf der TAE-Dose. Ob es irgendwem schon gelungen ist, sich wieder ein ISDN-Signal schalten zu lassen, weiß ich nicht. Die Telekom wird das tunlichst vermeiden wollen, weil sie sich dann entscheiden müsste ob sie Leistung zum gleichen Preis wie bisher anbietet oder mehr verlangt. Da mehr verlangen für die gleiche Leistung aktuell nicht durchsetzbar ist, wird eben nur IP bis zum Kunden gemacht und der muss sich mehr als bisher selbst darum kümmern, dass Telefonie funktioniert. Zwangsrouter will ja auch keiner. Außerdem setzt ISDN auf der Kundenseite ähnlich viel technologischen Aufwand wie VOIP voraus, so dass man den Sinn durchaus in Frage stellen darf.

Bei so ziemilch allen anderen Anbietern stellen sich diese Fragen gar nicht, da sie nie ein dediziertes Netz für Telefonie betrieben haben. So lange für die Telekom gegenüber Mitbewerbern kein höherer Preis für einen dedizierten Telefonanschluss durchsetzbar ist, ist nachvollziehbar, dass sie auf das gleiche Niveau wie die Mitbewerber möchte.

Wie das alles ausgeht, weiß ich auch noch nicht. Auf jeden Fall wird die Telekom wegen der deutlich höheren Kundenzahl das Thema VOIP anders angehen müssen als z.B. DUS.net
Weiterhin ist davon auszugehen, dass sich mit jedem weiteren Kunden, den die Telekom auf VOIP umstellt, potentiell neue Probleme ergeben, die bisherige Strategien in Frage stellen und neue Maßnahmen erfordern.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon ugras » Mo 19.09.2016 - 15:29

Hallo,
auch wenn dies hier schon einige Zeit im Netz steht möchte ich noch meine Erfahrungen hinzufügen.
Wir haben das gleiche Problem mit Draytek-Routern im Netz der Telekom erleben müssen.
Zum Test habe ich sowohl einen ISDN-Anschluss als auch einen VoIP-Anschluss der Telekom genommen. Als angerufener Teilnehmer fungiert mein
Draytek 2710 am ADSL2+ Anschluss mit einer TK-Anlage von Auerswald.
Das Fehlerbild ist ähnlich wie hier im Vorfeld beschrieben. Ich kann von allen Mobilfunknetzen und auch von fremden Festnetzbetreibern (vodafon, o2) problemlos
erreicht werden. Auch aus dem ISDN-Netz der Telekom gibt es keine Probleme.
Nur aus dem IP-Netz der Telekom gibt es Probleme wir hier schon geschildert wurde.
Ich habe diesbezüglich auch schon mit einem sehr kompetenten Mitarbeiter am Telefon gesprochen, der mir bestätigte das dieses INVITE bis zum DSLAM vorhanden war und augenscheinlich von meinen Router gesperrt wurde.
Ich denke das damit die Theorie erhärtet wird das diese UDP Paktet wenn größer als die MTU vom Router folgerichtig geblockt werden.

Zur Zeit nutze ich eine Rufumleitung auf einen SIPGATE-Anschluss um dieses Problem zu überbrücken.

Gruß

Uwe
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon TommyTC » Do 27.10.2016 - 11:15

Hallo alle zusammen,

jeder der von diesem Problem betroffen zu sein scheint, soll bitte eine Mail an support@draytek.de mit folgendem Inhalt schicken:

*Router-Model
*Firmware-Version (wenn nicht aktuell, dann updaten!)
*WireShark-Logs (zwichen WAN und LAN) mit aktiviertem SIP ALG (unter telnet via "sys sip_alg 1")
- während des Anrufes a) wenn der DrayTek verwendet wird und b) wenn Ihr einen anderen Router benutzt bei dem dieses Problem nicht auftritt

Vielen Dank.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon broeselmeier » Di 22.11.2016 - 09:28

Hier https://www.voicehost.co.uk/help/draytek-router-voip-configuration

wird behauptet, dass das Konfigurationsflag "Accept large incoming fragmented UDP or ICMP packets" falsch herum implementiert ist, so dass es wohl eher mit "Drop large incoming fragmented UDP or ICMP packets" bezeichnet sein müsste.

D.h. es darf nicht gesetzt sein, damit die Draytek-Router überlange SIP-Messages in Form fragmentierter UDP-Datagramme passieren lassen.
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon nobody » Mi 16.08.2017 - 21:43

Ich teste ja immer monatlich, wie es um die Telekom steht, und, bei einem Test vorgestern, da habe ich festgestellt, dass die Telekom möglicherweise nun den Fehler behoben hat. Die Anrufe von den Partnern, die mich voher sicher nicht über die direkte Verbindung auf den Telekom Anschluss erreichen konnten, die kommen nun an.
Das wäre ja schön, denn dann könnte ich mir die Euro 15 die ich monatlich für die Umleitung an dus.net bezahle sparen.

Kann das jemand bestätigen?
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon karnin » Do 02.11.2017 - 11:57

Gibt es hierzu Erfahrungen aus jüngster Zeit?
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Re: Telekom VoIP Telefonie hinter (draytek) Router Probleme

Beitragvon nobody » Fr 03.11.2017 - 23:06

Ich probiere das nochmal aus. Kann aber ein paar Tage dauern.
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