Zusammenfassung:
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Ziel dieses Textes ist es das teilweise in diesem Forum verbreitete Märchen, dass Vigor-WLANs im Moment sicher seien, zu widerlegen.
!!! Jede Art von WLAN Sicherung, die der Vigor im Moment kann ist mit sehr einfachen Mittel zu umgehen !!!
Motivation für diesen Text:
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1) Aufklärung
2) Draytek zu motivieren, mittels bereits vorhandener Mittel ein sicheres WLAN zu ermöglichen, da sie evtl. nur ein paar Kleinigkeiten hierzu in der Firmware erweitern müssten (siehe Text)
Warum bietet mir WEP (Verschlüsselung des Funkverkehrs) keinen Schutz (mehr) ?
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Aufgrund einer kryptographischen Schwachstelle des bei WEP verwendeten rc4-Algorithmus (siehe [1]) ist WEP unsicher.
Mittels Software kann der verschlüsselte Datenverkehr aufgezeichnet werden und aus diesen Daten auf den verwendeten Schlüssel zurück gerechnet werden (siehe [2]).
Das besondere ist, dass dies rein Passiv geschehen kann, daher kein Eingriff ins Netzwerk erfolgt. Die einfache Bedienung der Software ermöglicht dies auf für Laien.
Warum bietet mir WEP128 (mit 128 Bit Schlüssellänge statt 40 Bit) keinen Schutz ?
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Beim Zurückrechnen auf den Schlüssel kommt kein brute-force zum Einsatz (sprich das lineare Durchprobieren aller Kombinationen), daher hat anders wie z.B. bei DES die Schlüssellänge auf die Schwachstelle (fast) keinen Einfluss.
Bei WEP128 wird nur minimal mehr Datenmaterial zum Zurückrechnen benötigt als bei WEP40.
Warum bieten mir MAC - Adressenfilter keinen Schutz ?
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Bei jeder besseren Netzwerkkarte kann man die jeweilige MAC Adresse frei einstellen und so den Filter umgehen.
Die einzustellende MAC Adresse wird auch bei WEP Verschlüsselung im Klartext im Funknetz von Clients gesendet.
Natürlich funktioniert dies nicht, wenn der Client gleichzeitig aktiv im Netz ist. Aber hier kann man Nachhelfen (Stichwort Denial-of-Service beim Client).
Der Vigor ist sogar selber hierzu fähig - siehe Weboberfläche > Quick Setup> Internet Access Setup.
Vorurteil: Ich habe keine wertvollen Daten und somit hat niemand Interesse mein Netzwerk aufzuknacken.
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Das interessante sind nicht die Daten sondern vielmehr der mit dem Router verbundene Internetzugang.
Jemand hackt dein Netz und geht ins Internet. Dort begeht er Straftaten und du wirst im Falle einer Aufklärung als Straftäter zur Verantwortung gezogen (es war ja schließlich dein Anschluss) !
Vorurteil: Warum sollte jemand durch hacken meines Netzes eine Straftat begehen ?
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Hacken eines Funknetzes ist sehr wahrscheinlich nicht strafbar, da das betreiben eines Funknetzes als grob fahrlässig gilt. (siehe [3])
Wie kann ich in der Zukunft ein sicheres Funknetz betreiben ?
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Im Moment gibt es unterschiedliche Veränderungen / Erweiterungen des WEP Standards, allerdings ist noch nicht absehbar, was sich in der Zukunft durchsetzen wird.
Egal was es wird, es sind auf jeden Fall auch Änderungen bei den Clients notwendig, die nur von den Herstellern der jeweiligen Client Hardware/Software gemacht werden können.
Bis jeder Herstellen im gesamten Markt nachgezogen hat, wird eine lange Zeit vergehen.
Wie kann ich heute ein sicheres Funknetz betreiben ?
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Die einzige Möglichkeit hierzu ist folgende:
- Die Clients verpacken und verschlüsseln ihre IP Netzwerkpäckchen in IPSec
- IPSec wird (unverschlüsselt) übers Funknetz übertragen
- Die Firewall / der Router authentifiziert (das heisst sie stellt die Identität des Clients/Benutzers) anhand IPSec fest, entpackt die IPSec Päckchen und leitet sie ans kabelgebunde IP Netz (z.B. intern oder Internet) weiter.
- Wichtig ist noch, dass die Firewall / der Router jede Art von IP Protokoll, das an der Funkschnittstelle ankommt, strikt ablehnt.
Der Draytek Vigor 2200W kann bereits sowohl WLAN als auch IPSec. Leider (im Moment) nicht in dem passenden Zusammenspiel.
Warum ist PPTP als Tunnelprotokoll unsicher ?
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Die Sicherheit der bei PPTP eingesetzten Verschlüsselung ist sehr anzuzweifeln. (siehe unter anderem [4])
Was währe notwendig um mit dem Vigor 2200W ein sicheres Funknetz zu betreiben ?
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- Es müsste möglich sein, sich übers Funknetz per IPSec beim Vigor "einzuwählen"
- Es müsste konfigurierbar sein, dass der Vigor alle nicht IPSec Daten vom Funknetz abblockt (dies schliesst sämtliche IP Daten mit ein). Dies würde Vorraußetzen, dass der WLAN Teil nicht am internen Switch des Vigors als Bridge angeschlossen ist, sondern ein eigenes Netzwerkinterface hat ! (wer weiss hierzu mehr ?)
[1] http://www.crypto.com/papers/others/rc4_ksaproc.ps
[2] http://airsnort.shmoo.com/
[3] http://www.heise.de/newsticker/data/pab-25.04.02-000/
[4] http://listserv.ntbugtraq.com/scripts....=&P=663
http://online.securityfocus.com/archive/1/10265
Soweit hierzu & Viele Grüße
Micha Behrendt - mb@michael-behrendt.net
