Handbremse lösen,aber wo? - Die Durchsatz geschwindigkeit erhöhen

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Beitragvon wombel » So 09.12.2001 - 11:26

Hallo,
habe hier einen 2200 (FW 2.0) mit t-dsl Flat. Nun habe ich mal die Geschwindichkeit der Datenübertragung beobachtet und muss feststellen, ganz schön lahm das Teil.
Tx 16000 und Rx 16000 im schnitt kann doch wohl nicht alles sein oder ?
Wer kann mir helfen, und mir sahen wo die Bremse sitzt.
Habe hier 3 Rechner mit Switch am Router.
Netswerkkarten sind 3com, Switch ist ein level one.
Der durchsatz im lan ist super, aber ins wan.
Wer hat auch dieses Problem (gehabt ) und kann mir den schalter zeigen.
gruss
Jürgen /2
cu /
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Beitragvon deMattin » So 09.12.2001 - 21:04

Lahm ist in letzter Zeit nur T-Online bzw. die Telekom-Anbindung von T-DSL.

Geh' mal so zu meinen üblichen Zeiten ins Netz (so um 3.00-5.00 Uhr morgens :biggrin:) da siehst du dann, was möglich ist, wenn alle schlafen.
Dafür ist zu der Zeit dann auf den amerikanischen Seiten noch mehr los.

Gerade mal nen dicken download gemacht:
94283 bytes/s lt. Statusseite des Vigor.

Zum Testen ist der folgende download-link gut geeignet:
ftp://ftp.t-online.de/pub/service/schafsaver.zip
Sind knapp 7 MB auf dem T-online-ftp und der ist meist mit voller Geschwindigkeit zu erreichen.

Und Tx 16000 und Rx 16000 gleichzeitig ist voll ok.
Sobald die Upload-Rate fast an der Grenze liegt, bricht der Download total zusammen.
Das liegt am Prinzip von aDSL (asynchron DSL) und nicht am Router.
Diese "Handbremse" lässt sich nur durch Wechsel auf einen sDSL-Zugang (Up- und Download-Rate gleich hoch z.B. 1024/1024) lösen und der ist teuer!

Und man sollte die Finger von "DSL-Optimierungstools" auf den Clientrechnern lassen!

Gruß,
Martin
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Beitragvon kdd » Mo 10.12.2001 - 00:17

Hi, ich will ja nicht kleinlich sein,
aber es heist nicht "asynchron" Dass ist es auch, weil seriell mit Start Stop Rahmen.
Das a in ADSL meint aber asymmetric. Und asymmetrisch ist eben der Up - Stream (Massen DSL 128 KBit/sek) im Vergleich zum Down - Stream (Massen DSL 768 Kbit/sec).
Und es ist nicht wahr, dass der Downstream in die Knie geht wenn der Upstream voll genutzt wird.
Problematisch ist nur ein möglicher "Sauger" eines Servers der über DSL angeschlossen ist. Der arbeitet, wenn man so will "falsch herum" und nimmt sich die 128 kbit/sec. Nun surft möglicherweise noch jemand als Client also in die richtige Richtung, kriegt aber seine Befehle nur noch mickrig zwischen den Sauger.
Das führt dann zu scheinbaren Geschwindigkeitseinbussen. Es bricht aber nichts zusammen. Die 768 kbit/sec stehen voll zur Verfügung.

Merke:
Sei vorsichtig, wenn du über einen DSL Anschluß deine Server im Netz anbietest, und wundere dich nicht, wenn sie genutzt werden!?!

lieben Gruß von KDD
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als DSL Router mit sipgate VoIP Account

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Beitragvon deMattin » Mo 10.12.2001 - 02:21

Mit dem "asymmetric" hast du natürlich Recht.
(ADSL = Asymmetric Digital Subscriber Line)
War ein "assoziativer Versprecher" ;)

Bei dem Rest, den du schreibst, muss ich jedoch widersprechen.

Ich habe gerade extra noch mal getestet, wenn beide Verbindungen von mir aufgebaut werden (also keine Fremdsauger).
Ich habe das extra getestet, weil du ja schreibst, das sei ein Unterschied, ob man selber uploaded, oder ob jemand bei mir "saugt".

Upload per ftp und download einer anderen Datei:
Es ergibt sich dann bei mir:

gleichzeitig: up: 16210 down: 31409
nur Upload: up: 17000
nur Download: down: 94283

Und es ist demnach definitiv wahr, dass der Downstream in die Knie geht wenn der Upstream voll genutzt wird.

Wie Up- oder Downstream erzeugt wird ist vollkommen irrelevant!
Upstream: jemand saugt sich etwas von meinem Server oder ich schiebe etwas per FTP ins Netz.
Downstream: jemand schiebt mir per FTP etwas auf meinen Server oder ich sauge Daten aus dem Netz.

Wie stark der effektive "Einbruch" der Nutzdaten ist (anderes Thema!), hängt dann noch von der Anzahl der gleichzeitigen Threads (Down- bzw. Upload) ab, da bei vielen Threads der Verwaltungsaufwand größer wird und dadurch effektiv weniger Nutzdaten übertragen werden.

Weitere Infos dazu:

http://adsl-support0.de/faq_allg.htm#6
[url=http://www.dslreports.com/faq/faq/5.+Troubleshooting#169

Und]http://www.dslreports.com/faq/faq/5.+Troubleshooting#169

Und[/url] ein Zitat aus den FAQ des T-Online-Teams (Stand: 08.08.01):

4.9. *Warum bricht der Downstream bei voller Auslastung des Upstreams massiv ein?
Das ist leider ein generelles Problem bei asymetrisch ausgelegten Verbindungen, bei denen der Downstream sehr viel breiter als der Upstream ist. Bei einem Download müssen unter anderem die empfangenen Pakete vom empfangenden System "quittiert" werden - eben dies ist aber nicht oder nur noch verzögert möglich, wenn der Upstream bereits durch einen anderen Upload vollständig ausgelastet ist. Dies ließe sich nur verhindern, wenn die Auslastung des Upstreams auf Betriebssystemebene oder auf Applikationsebene begrenzt wird. An einer Lösung dieses Problems wird auch durch die IETF gearbeitet; der aktuelle Draft ist
unter http://www.ietf.org/internet-drafts/draft-ietf-pilc-asym-05.txt zu finden. (Falls der Aufruf dieses URLs fehlschlägt, dürfte bereits ein neuer Draft vorliegen; bitte ggf. die Ziffer am Ende des genannten URLs hochzählen).

Gruß,
Martin
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