eigenständige Einwahl trotz Callfilter

Absichern des LANs, Firewallkonfiguration, Sicherheit, ...

Moderatoren: TommyTC, alf, Petrus, andreastc, DSL-Hexe, nobody

eigenständige Einwahl trotz Callfilter

Beitragvon Muelli » Di 06.06.2006 - 20:36

Moin Community,

habe ein kleines Problem mit der Routereinwahl meines 2200W+ (Firmware v2.3.8 ). Habe die Call Filter Geschichte aktiviert und eingerichtet. 3 Regeln im Call Filter Set: 1: Netbios blocken, 2: gezielte Freigabe für eine Adresse+ einen Port, 3: Block den Rest.
Funktioniert eigentlich auch alles. Mittels VURM-0.62 habe ich alles im Blick (gutes Stück Software)
Um die Einwahl auszulösen muss ich mein Emailprogramm starten und einmal Emails über Port 110 abrufen. Dann steht die Verbindung und ich kann auch mit dem Browser ins Netz. Nachdem ich mittels VURM die Verbindung wieder beende, ist eigentlich auch lange Zeit Ruhe. Mitunter kommt es aber dann doch vor, dass er sich von alleine wieder einwählt. Wenn ich nun das Dial-Out Paket ansehe, stehen da nur Nullen drin, einschließlich Ursprungs- und Ziel IP.

Woran kann das liegen?

Grüße
Jörg
Privat Vigor 2200W+
Firma Vigor 2900G
Muelli
User
 
Beiträge: 20
Registriert: Fr 19.08.2005 - 14:28
Wohnort: Rostock

Beitragvon Muelli » Do 08.06.2006 - 20:12

Hallo,

hier die Auflösung:

Das mit den Nullen im Dial-Out Paket kommt daher, dass ich den Router vor den Tests jeweils neu gestartet habe. Es gibt also kein verantwortliches Dial-Out Paket für die Einwahl des Routers.
Wenn ich dagegen mit meinem, in der FW eingestellten Einwahlpaket ins Internet gehe, taucht dieses auch im Diagnosebereich auf. Es verändert sich auch nicht, wenn er später eine selbständige Einwahl vollzieht. Soweit erst mal alles i.O.. Es muss also etwas anderes sein, was für die selbständige Internetverbindung sorgt.

Nun habe ich nach und nach alle laufenden Programme geschlossen und jeweils 15 min gewartet (obwohl Programme ja eigentlich nicht dafür verantwortlich sein können). Spätestens nach dieser Zeitspanne erfolgte nämlich immer die selbständige Einwahl.
... und siehe da, als ich Skype schloss, war auch Ruhe mit dem Internetaufbau. Und da viel der Groschen. Skype ist ja ein Programm, welches auch über NAT Grenzen hinweg eine Verbindung aufbauen kann - und zwar auch, wenn beide Rechner hinter NAT Routern stehen. Dies bedeutet, dass ein Skype Server als Relay dienen muss und dies auch tut. Wenn ein Skype Rechner online geht, meldet er sich beim Skype Server an. Dieser registriert dann eigentlich nur die IP des NAT Routers, da dieser ja letztendlich das Paket rausgeschickt hat und wiederkommende Antwortpakete ins private Netzwerk weiterleitet. Von nun an schein der Skype Server immer "alive" Anfragen an diese IP zu senden. Der Vigor sieht diese Pakete alle als Antwortpakete auf die Skype-Anmeldepakete eines seiner Rechner im privaten Netz an und lässt sie durch. Und schon ist die Verbindung wieder aufgebaut ohne dass ein Paket aus dem eigenen Netz dafür verantwortlich wäre. Um das zu verhindern, müsste man also sein Skype vor dem Trennen der Internetverbindung vom Skype Server ordungsgemäß abmelden.

Gruß

Jörg
Privat Vigor 2200W+
Firma Vigor 2900G
Muelli
User
 
Beiträge: 20
Registriert: Fr 19.08.2005 - 14:28
Wohnort: Rostock


Zurück zu Firewall und IP-Filter

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

cron