Cluster mit Windows 2000 Server

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Cluster mit Windows 2000 Server

Beitragvon andy3415 » Do 11.11.2004 - 17:57

Hallo,

und zwar hab ich ein Problem... ich hab als Schulprojekt die Ausführung eines Clusters. Es soll aus einem Server und ca. 9 Clients bestehen. Die Thematik ist auf Performance ausgelegt, also nicht auf Sicherheit. Allerdings hab ich kein Plan davon...

Also es soll die Funktion haben, dass der Server eine Aufgabe bekommt, beispielsweise PI berechnen, oder DVD encodieren, oder ähnliches. Und dieser Server hat die Aufgabe das den Clients berechnen zu lassen... Sodass man bei 9 x 200 MHZ Rechnern eine GesamtCPU Leistung von 1800 MHZ - Verlust bekommt.

Meine erste Frage ist, ob dies überhaupt unter Windows 2000 Server Voraussetzung überhaupt möglich ist... Denn meine Linux Kenntnisse sind zu schwach um eine solche Komplexe Aufgabe zu lösen...

Hat jemand ne Klasse Anleitung oder Voraussetzungen parat ?? Hab bis jetzt gelesen, dass man besondere Hardware wie Controller oder ähnliches benötigt... oder redundante Netzwerkkarten in jedem Rechner...

Würde mich über ALLE Informationen bezüglich Cluster auf Performance bezogen freuen.

Vielen Dank im voraus,
gruß andy =)
andy3415
Grünschnabel
 
Beiträge: 1
Registriert: Do 11.11.2004 - 17:49

Beitragvon kdd » Do 11.11.2004 - 19:38

Moin,
diesesForum dient dem Austausch von Informationen über Draytek Router. Von daher ist deine Frage hier sicherlich etwas deplaziert bzw schlicht "off topic".

Aber unter Allgemeine Netzwerkfragen und Probleme mit Netzen könnte man schon mal eine derartige Frage stellen.

Meines Wissens beschäftigen sich Heerscharen von Matematikern, Informatikern und ggf. Physikern mit parallel arbeitenden Rechnerarchitekturen.
Diese Aussage mag wenig hilfreich sein, aber beschreibt ein wenig das Niveaux, auf dem hier ein Schulprojekt (was für eine Schule???) ablaufen soll. :?:
Ich schreibe das so deutlich, weil ich selbst Lehrer an einer Berufsschule für IT-Fachinformatiker bin.

Zurück zum Kern, dem Cluster.
W2k und auch andere Netzwerkbetriebssysteme können einen sog. Clusterdienst bereitstellen. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass die Server einen komplexen Prozess auf viele Clients verteilen und steuern, sondern damit meint man hinlänglich eine Lastverteilung der Server in einem Verbund von Servern selbst.
Zwar gibt es dafür, wie für Viren und Würmer einige Bastelkits für die Scriptkiddies, die nach dem Motto arbeiten "Wie baue ich mir ein Atomkraftwerk", aber nicht wissen, was eine Kernspaltung überhaupt ist.
Ich nehme nicht an, dass das die Aufgabe sein soll. Also denn eine Überlegung.

Nimm einmal an, die Seite www.provider.de wird im Internet von einem Server der etwas grösseren Provider angeboten, und pro Stunde so ca. 500.000 mal aufgerufen. Bei einer durchschnittlichen Grösse von ca. 70kByte bedeutet das einen Transfer vom 500.000/h *70kByte *8bit/Byte / 3600s/h. Damit hast du die Anbindung des Servers mit 78Mbit/s. Hört sich ja nicht soviel an, weil man ja schon von zu hause die 100 Mbit/s Anschlüsse für Netzwerkkarten kennt. Man muss nur wissen, dass diese Leitung zu hause im Schnitt mit 0,2 -0,3% augelastet sind. Wir sprechen hier von 70%. Es muss also dann schon Gbit/s sein!

Obige Überlegung setzt weiter voraus, dass es nur diese eine Seite auf dem Server gibt. Aber das ist ja nur die halbe Wahrheit, denn die Nutzer rufen ggf. weitere Seiten mit weiteren Inhalten oder gar downloads etc. auf.
Ausserdem erwartet jeder der 500.000 Nutzer, dass er die Daten natürlich in entsprechender Kapazität (DSL 768 oder 1000kbit/s) zurückbekommt.
Darüber hinaus soll der Server natürlich niemals ausfallen, denn dann würden pro Stude 500.000 Werbungen nicht gesehen werden. Wenn der Server nicht weiter zu tun hätte, als Daten auf der NEtzwerkkarte auszugeben, könnte das noch gehen, aber der macht ja so nebenbei noch ein bisschen was anderes, z.B. die neuesten Updates der WebSite per FTP an die entsprechenden stellen zu schreiben. Und protokollieren soll er auch noch so einiges.

Diese Überlegungen sollten dazu führen, dass es einen Server mit dieser Leistungsfähigkeit nicht gibt.
Das ist wohl wahr, und deswegen gibt es Cluster.
Cluster können verschiedenartig aufgebaut sein. Neben der Lastverteilung auf mehrere Server (Load Balancing) gibt es natürlich weitere Kriterien, wie Skalierbarkeit Verfügbarkeit und Verwaltbarkeit.
Windows 2000 bzw. 2003 bietet diesbezüglich einiges an.
Beispiele und Grundlagen dazu finden sich bereits in der integrierten Hilfefunktion.
Genaure Hinweise gibts dann noch hier oder in den entsprechenden MS Foren und Technical Bulletins.
Einrichten tun sowas i.d.R. erfahrene Administratoren, die mehrere Scheine der MS Serie besitzen. 8)
TelAs: T-ISDN Call & Surf
DSLAs: TDSL Call & Surfl; dn/up = 11300/1000
HW: FBF 7390 mit LCR; FW FRITZ!OS 05.21
als DSL Router mit sipgate VoIP Account

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