Bandbreitenbegrenzung f. Vigor 2900

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Bandbreitenbegrenzung f. Vigor 2900

Beitragvon MerlinMuc » Di 21.02.2006 - 21:11

Hallo zusammen,

ich habe folgendes (hoffentlich nur kleines und lösbares) Problem.

Habe mir vor kurzem eine externe Festplatte mit LAN-Anschluß zugelegt, damit ich Zentral von allen Rechner auf Daten zugreifen kann und nicht immer ein Rechner laufen muß.

Diese Platte (Hersteller: www.mapower.de) bietet aber noch die Möglichkeit via FTP von "außen" zuzugreifen. Dies hab ich erst nachher gesehen und bin davon eigentlich begeistert.

Der Zugriff klappt soweit sehr gut, nachdem ich im Router die Einstellungen für diesen Port gemacht habe.

Jetzt zu meinem Problem. Wenn ein Upload läuft, dann wird mein kompletter Uploadkanal (512 kb/s) damit zugemacht. Ein arbeiten am Rechner ist dann nicht mehr möglich, da leider alles dicht ist.

Ich würde gerne eine Begrenzung für diesen Port einrichten. Eine Anfrage beim Drayteksupport ergab, das die Bandbreitenbegrenzung leider auf den kompletten Port greift, also auch wenn ich Daten von einem Rechner innerhalb des Netzwerk auf diese Platte lege bzw. abhole.
Dies wäre natürlich nicht im Sinne des Erfinders. Jetzt bin ich hier im Forum noch über das Thema "QoS" gestoßen, aber so richtig schlau werde ich daraus auch nicht.

Vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben, wie ich die Sache am besten zum laufen bringe.

Man sollte noch dazu sagen, das hier 2 Rechner dranhängen die auch Regelmäßig Online (WoW) zocken, daher wäre eine Bandbreitenbegrenzung echt sinnvoll.

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Gruß

Mario
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Beitragvon MentalFS » Mi 22.02.2006 - 13:00

Das "Problem" bei QoS ist, dass man damit nicht einen Dienst/Rechner drosseln kann, sondern nur andere höher priorisieren.

Bei deinem Beispiel WoW, wenn du da die benutzten Ports rausfindest kannst du dem Traffic auf diesen Ports z.B. 20% zuweisen, und solange sie benutzt werden bekommen sie mindestens 20% zur Verfügung. Vorteil in diesem Fall: wenn sie nicht benutzt werden, oder zu weniger als 20% der verfügbaren Leitung, so steht die restliche Leitung komplett den anderen Diensten zur Verfügung.
Wäre sicher eine Überlegung wert so etwas einzurichten wenn man viel WoW spielt - so können andere Rechner, die grad was im Netz runterladen oder so auch nicht da reinfunken.

Was du aber möchtest ist im Grunde dass "alles außer" der FTP vorgezogen wird. Man könnte sicher ein paar Portranges definieren die dann alles außer den FTP darstellen. Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob der FTP dabei nur Port 21 benutzt - ich vermute mal nicht.

Ich würde aber eher vorschlagen das auf Basis der IP zu machen. Ich würde der Platte eine feste IP zuweisen - entweder über den DHCP des Routers oder das Webinterface der Platte. Am besten die letzte in deinem Netz benutzbare, bei den IPs wie 192.186.1.x wäre das z.B. 192.168.1.254.
Und dann würde ich das QoS anschalten (die Bandwidth muss hier mit etwa 85-90% eingetragen werden) und einen Bereich für den Rest erstellen, nennen wir es mal "non-ftp" und dem sagen wir mal 60% zugestehen. Bei Setup auf Advanced gehen, Insert new Rule, und da dann in die Source Adress einen Ip Range eintragen, der allen anderen IPs deines Netzes entspricht, also z.B. 192.168.1.1 bis 192.168.1.253.

Eigentlich sollte das schon reichen (bin aber jetzt nicht so erfahren mit QoS). So sollte alles, was nicht von der Platte kommt, immer mindestens 60% der Leitung zur Verfügung haben.
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Beitragvon MerlinMuc » Mi 22.02.2006 - 17:52

Hallo Mental,

danke erstmal für deine ausführliche Antwort.

Also bei wird FTP nur über Port 21 gemacht, da kein anderer Port übrig ist. Die Idee mit dem QoS für WoW hatte ich auch schon, habe ich aber dann auch verworfen, da WoW mehrere Ports benützt und auch 2 Rechner gleichzeitig spielen.

Die andere Idee, der Platte eine IP ausserhalb der Range zu geben find ich eigentlich sehr gut, so sollte es eigentlich klappen. werd es gleich mal einrichten und dann schauen wie es läuft.

Auf jeden Fall schon mal DANKE und falls jemand noch eine Idee hat.....ich bin für alles offen.

Gruß

Mario

P.S. vielleicht stelle ich mich auch an oder rechne einfach falsch aber die Werte für die max. Bandbreite (die ich eintragen muß) sind bei 6000/512 Kb/s doch 48000/4096?? ODER um ca 90 % anzugeben 43000/3600 (gerundet)
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Beitragvon frank_m » Mi 22.02.2006 - 18:06

Hallo,

Active FTP nutzt neben Port 21 für den Controlchannel noch Port 20 für die Datenübertragung. Da in diesem Fall die Verbindung vom Server aufgebaut wird, muss entweder der Port eingehend frei sein oder aber die Friewall über Connection Tracking und Traffic Inspection verfügen, um plötzlich eingehende Verbindungen auf Port 20 einer ausgehenden auf Port 21 zuordnen zu können. Wenn in diesem Szenario was schief geht, erkennt man das an dem Phänomen, dass man zwar eine Verbindung zum FTP Server aufbauen und dessen Verzeichnisse ansehen kann, aber die eigentliche Datenübertragung (download oder upload) scheitert schließlich.

Passive FTP hingegen nutzt nur Port 21 und verzichtet auch auf den "umgekehrten" Verbindungsaufbau, d.h. auch die Datenübertragung wird vom Client initiiert. Es wird allerdings nicht zwangsläufig von allen Servern / Clients unterstützt.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon MerlinMuc » Mi 22.02.2006 - 19:36

So jetzt hab ich grade mal mit den Einstellungen getestet, leider aber ohne Erfolg. Sobald ein Upload via FTP auf der Platte läuft, zieht die Latenz bei WoW auf über 1000 ab :-((

Folgende Einstellungen habe ich jetzt im QoS gemacht:

WAN Bandbreite Inbound: 48000
WAN Bandbreite Outbound: 3600

Gruppe 1 "Name" Reservierte Bandbreite 60 %

Unter dem Punkt "Erweitert":

LAN-IP's von 192.x.x.10 - 192.x.x.30

WAN IP's, DiffServ Code Point, Service Typ: ANY

Die Festplatte hat als IP die 192.x.x.99 bekommen.

Tja, jetzt ist die Frage wo liegt das Problem (oder mein Fehler)?

Gruß

Mario
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Beitragvon MentalFS » Do 23.02.2006 - 09:56

MerlinMuc hat geschrieben:P.S. vielleicht stelle ich mich auch an oder rechne einfach falsch aber die Werte für die max. Bandbreite (die ich eintragen muß) sind bei 6000/512 Kb/s doch 48000/4096?? ODER um ca 90 % anzugeben 43000/3600 (gerundet)
6000/512 wären hier richtig, bzw. halt 90% davon (so wird es zumindest empfohlen).
Wenn ein zu hoher Wert eingetragen wird funktioniert QoS nicht richtig. Bei zu niedrigem wird glaube ich die Verbindung gedrosselt. Ist ein kleiner Drahtseilakt.
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Beitragvon masaeurope » Mo 08.10.2007 - 12:46

Ich wärme mal diesen alten Thread auf, in der Hoffnung zur Ordnung des Forums beizutragen und doch gelesen zu werden. ;-)

Auch ich benötige QoS. Allerdings komme ich mit dem Konfig-Dialog nicht ganz klar und befürchte durch Fehler meine Leitung ganz zuzumachen.

Konkret:

Konfig:
DSL 16000
Vigor 2900i
FW v2.5.6
App läuft auf einem Mac, falls relevant

Ich möchte, daß 80% der Bandbreit für die Applikation zur Verfügung stehen. Das erscheint einfach ;-) Der Port kann in der Applikation frei gewählt werden. Leider kenne ich das genutzte Protokoll nicht.

meine Fragen:
* Welchen Wert trage ich bei "WAN Inbound/Outbound Bandwidth" ein?
* Trage ich bei "Basic" nur das/die Protokolle ein (wenn bekannt) die die Applikation nutzt?
* Wo kann ich einen idividellen Port eintragen (den die die Applikation nutzt)?
* In Basic kann ich gar keinen Client (lokale IP-Adresse definieren). Wäre das nicht Sinn von QoS? Oder erlaubt das die Nutzung der App auf verschiedenen Clients im LAN?
* Soll ich UDP Bandwidth Controll aktivieren?

Danke!
masaeurope
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